Fototipps – Wie man seine Fotos am Besten nutzt um Gäste zu gewinnen

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. So alt der Spruch auch sein mag, so ist er im Allgemeinen und im Speziellen bei Deinem AirBnB-Inserat. Wer hier spart, sei es Zeit oder Geld, der verliert beides auf Kurz oder Lang bei seinem AirBnB-Engagement. Schlechte Bilder bedeuten weniger Buchungen, egal wie toll Euer Text oder Eure sonstigen Fähigkeiten als Gastgeber sonst auch sind.

Dies vorweg gesagt, das muss nicht sein. Es ist nicht schwer Euer AirBnB in vollem Glanz und tollen Bildern erstrahlen zu lassen. Alle notwendigen Schritte findet Ihr in diesem Artikel.

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Das Wichtigste in Kürze

Was erwartet den Gast, wenn er meine Unterkunft wählt? Dies möglichst genau im Vorfeld zu vermitteln sollte Aufgabe der Fotosektion sein. Dies erreicht man am Besten indem man folgende Punkte beherzigt:

Eckpunkte einer überzeugenden Fotosektion

  • Nutze nur qualitativ hochwertige Fotos
  • Sortiere die Fotos absteigend nach Relevanz und Attraktivität
  • Nutze die Fotos und deren Beschriftungen um das Gasterlebnis sichtbar zu machen​

Nutze nur Qualitativ hochwertige Fotos

Unabhängig davon wie man seine Fotos anordnet oder beschriftet, an erster Stelle steht die Qualität. Wenn die nicht stimmt, dann haben alle weiteren Optimierungen maximal einen marginalen Effekt. Beginnen wir also beim Fundament: der Erstellung qualitativ hochwertiger Fotos.

Qualität hat ihren Preis

Das Herzstück einer überzeugenden Fotosektion sind qualitativ hochwertige Fotos. Man sollte hierbei ganz ehrlich zu sich selbst sein: nicht jeder ist der geborene Fotograf. Die Bilder unserer Fotosektion sind das wichtigste Entscheidungskriterium, ob sich ein Gast für eine Buchung entscheidet. Schlechte Bilder sind gleichbedeutend mit weniger Einnahmen. Eine Investition an dieser Stelle rechnet sich also immer. Aus diesem Grund gibt es bei AirBnB den Service seine Unterkunft professionell von einem Fotografen ablichten zu lassen. Zu Anfang war dieser Service kostenlos, inzwischen kostet er abhängig von der jeweiligen Unterkunft einen individuellen Betrag, den Du im Vorfeld ermitteln kannst und der dann im Nachgang direkt mit Deinen Einnahmen verrechnet wird. Du musst also nicht in Vorleistung gehen.

Alternativ kanns Du natürlich einen lokalen, professionellen Fotografen oder einen Bekannten/Freund, der etwas davon versteht, die Fotos machen lassen. Wichtig ist nur dass die Qualität stimmt.

Worauf man achten sollte

Unabhängig davon ob ein Profi oder man selbst die Fotos macht, gibt es einige Punkte, die man hinsichtlich der Motive und deren Auswahl beachten sollte.

Vorbereitungen und Planung des Fotoshootings

  • Räume alles aus den Bildbereichen, das eine Ablenkung bedeutet, das Bild unruhig oder unaufgeräumt wirken lassen könnte
  • Lege fest welche Räume abgelichtet werden sollen (alle zu denen der Gast Zugang hat)
  • Lege fest welche Details wichtig sind
  • Schreibe eine Liste mit den Vorzügen Deiner Unterkunft und sorge dafür, dass diese im Bild aufgenommen werden
  • Sorge für soviel natürliches Licht wie möglich (achte auf die richtige Tageszeit für den Termin)
  • Alle Fotos sollten wenn irgendmöglich im Querformat sein
  • Sorge für absolute Sauberkeit und Ordnung bei diesbezüglich sensiblen Motiven (glattgestrichene evtl. gebügelte Bettwäsche)

Wenn man die Fotos selbst macht

Nicht jeder möchte warten bis der Fotograf Zeit hat, und nicht jeder hat das nötige Kleingeld für einen Fotografen. Wenn man also selbst Fotos macht, dann sollte man ein paar Dinge beherzigen, damit sich das Ergebnis auch sehen lassen kann.

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Ansprechende Fotos selbst gemacht: Grundlagen

  • Benutze wenn möglich eine richtige Kamera (nur zur Not eine gute Handy-Kamera)
  • Benutze in jedem Fall ein Stativ
  • Fotografiere möglichst perspektivisch aus einer Raumecke
  • Vermeide Fotos von oben
  • Fotografiere Betten am besten auf Hüfthöhe und von der Ecke des Bettes, die Dir am nächsten ist um einen schönen Bildausschnitt zu erhalten
  • Arbeite möglichst nur mit natürlichem oder Raumlicht. Anstelle eines Blitzes verlängere die Belichtungszeit über die Kameraeinstellungen

Sortiere die Fotos absteigend nach Relevanz und Attraktivität

Dies ist ein sehr oft vernachlässigter Punkt, der jedoch sooo wichtig ist. Denn wenn die ersten Bilder unseren potentiellen Gast nicht überzeugen können, ist es unwahrscheinlich dass er sich die Mühe macht und sich den Rest anschaut. Kurz gesagt: unsere restlichen Bemühungen sind umsonst, weil sie keiner mehr sieht.

Damit dies nicht geschiet ist es wichtig die besten Bilder unserer Unterkunft zu Beginn der Bilderfolge zu stellen, mit einem besonderen Gewicht auf dem Titelbild, da dieses noch zusätzlich als einziges Bild in den Suchergebnissen angezeigt wird. Aufgabe des Titelbilds ist es möglichst viele Suchende dazu zu bringen unser Inserat anzuklicken, also wählt es mit großer Sorgfalt.

Welches Foto sollte man als Titelbild wählen?

 Hier gibt 2 bzw. 3 Möglichkeiten.

  1. Ein Bild, das den schönsten Teil Eurer Unterkunft herausstellt
  2. Ein Bild, das den Schlafbereich zeigt
  3. Eine Collage, die mehrere Vorzüge der Unterkunft in einem Bild herausstellt

Auf jedenfall sollte das Titelbild etwas direkt mit der Unterkunft zu tun haben. Ein Panoramabild vom Brandenburger Tor ist zwar schön, aber es geht hier um Werbung für unser AirBnB und nicht um eine allgemeine Sehenswürdigkeit. Einzige Ausnahme hierbei wäre, wenn die Unterkunft über eine Dachterrasse mit einer beeindruckenden Skylineaussicht verfügt, die der potentielle Gast nach seiner Buchung bei uns auch tatsächlich geniessen kann.

Neben dem Titelbild, sollten die ersten 6 Bilder unserer Galerie die besten Bilder aus unserem Portfolio sein und möglichst auch den ein oder anderen Vorzug unserer Unterkunft bildlich darstellen. Außerdem sollten die ersten Fotos möglichst alle Bereiche Eurer Unterkunft abdecken, sowie Highlights aus der Umgebung. Auf diese Weise stellt man sicher, dass auch der potentielle Gast, der nicht alle 25+ Fotos durchschaut, einen sehr guten Eindruck von unserem Angebot erhält.

Die darauf folgenden Bilder sollten dann nach Kategorien und diese nach Wichtigkeit geordnet hinzugefügt werden. Dabei vertrete ich die Rangfolge:

Schlafen – Bad – Küche – Wohnen – besondere Details – Außenansicht
 – Umgebung – weitere Umgebung

Da wir in erster Linie eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten, gehört dies für mich im Rang ganz nach vorne, ebenso wie das Bad, da sich alle Gäste unabhängig von der Aufenthaltsdauer erstmal dafür interessieren werden. Alles Weitere hat nur in Abhängigkeit vom individuellen Gast mehr oder weniger Bedeutung, aber ALLE müssen schlafen und aufs Klo.

Nutze die Fotos und deren Beschriftungen um das Gasterlebnis sichtbar zu machen

Hochwertige Fotos und deren richtige Anordnung sind die halbe Miete. Wir wollen aber an dieser Stelle noch einen Schritt weiter gehen und wenn möglich Emotionen beim potentiellen Gast wecken. Positive Emotionen schaffen Bindung und Bindung führt in diesem Fall zu einer höheren Buchungswahrscheinlichkeit. Doch wie schaffen wir das?

Der einfachste Weg eine gewünschte Emotion zu vermitteln ist es das gegenüber in eine Situation zu versetzen, die diese Emotion erzeugt. Dies gelingt am Besten mit einer Geschichte. Unser Ziel ist es mit Hilfe unserer tollen Bilder und passenden Beschriftungen die Muster-Gastgeschichte bzw. das Muster-Gasterlebnis in unserer Unterkunft zu erzählen. Der Gast sieht ein ansprechendes Bild, liest die zugehörige Beschreibung und fühlt sich persönlich in das Erlebnis hineinversetzt.

Kreiere eine Foto-Story

Anstelle einer reinen Beschriftung („Eure Badewanne“) könnte man bspw. schreiben: „Nach einem langen Tag in der City könnt Ihr hier bei einem Schaumbad entspannen.“ Angenommen Eure Zielgruppe sind Paare und die Unterkunft verfügt über einen Kühlschrank, könnte dann als nächstes ein Bild von einer gekühlten Sektflasche folgen, oder von den flauschigen Bademänteln für danach und zum Abschluss das mit Kerzenschein beleuchtete Boxspringbett. Natürlich immer mit der passenden textlichen Ausschmückung.

Das Beispiel sollte ungefähr verdeutlichen, was gemeint ist und welche Wirkung dies haben kann. Anstatt „Eine Badewanne. Auch nett.“ entsteht eher der Gedanke, „Oh ja! Entspannen nach einem langen Tag mit Sightseeing. Da freu ich mich drauf!“.  Natürlich ist es nicht so, dass dies auf alle Gäste gleich wirkt und man sich in der Folge vor Buchungen nicht mehr retten kann. Aber es zeigt, insbesondere wenn es sich um unsere Zielgruppe handelt, dass sich hier um diese bemüht wird und das Gasterlebnis an oberster Stelle steht, und auch das ist ein starkes Buchungsargument. Dieses Beispiel vermittelt auch recht anschaulich, welche Gedanken man sich bei der Anordnung der Bilder machen kann, um auch diesen Teil seines Inserats mit Leben zu füllen.

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Neben der Vermittlung des Gasterlebnisses bieten Beschriftungen auch die Möglichkeit den Gast mit zusätzlichen Informationen zu versorgen. Insbesondere wenn nicht eindeutig ersichtlich ist, was ihm genau gerade präsentiert werden soll.

Für Fortgeschrittene: Wie man noch eine Schippe drauf legt

  • Füge einen Grundriss von Deiner Unterkunft hinzu
  • Nutze Collagen um einen Überblick von der Umgebung oder der Wohnung zu vermitteln
  • Mache Screenshots einiger Routen von Deiner Unterkunft zu Sehenswürdigkeiten
  • Suche Dir besonders lesenswerte Bewertungen heraus und füge einen Screenshot davon hinzu
  • Verbildliche Besonderheiten Deiner Unterkunft wie bspw. Netflix oder AmazonPrimeStick als Zusatzangebote oder den Geschwindigkeitstest Deines WLANs
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